Zum Hauptinhalt springen

Agenda

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28

gleichberechtigung badgelgbtq badge

Zur Pensionierung unseres Gemeindeleiters Ralf Kreiselmeyer

20260301 004n 20260301 025n

Nun ist er also pensioniert. In einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung seines Freundes Alois Metz hat er sein liturgisches Gewand abgelegt. Passend zu dieser besonderen Feier haben der Kirchenchor, Ulrike Hofbauer, Raitis Grigalis, und Caroline Ritchie unter der Leitung von Ralph Stelzenmüller musikalisch einen würdigen Rahmen verliehen. Im anschliessenden Apéro haben die verschiedenen Dankesreden verschiedene Facetten von Ralf gewürdigt.

20260301 018n20260301 005n

20260301 028n20260301 015n

20260301 035n20260301 039n20260301 042n20260301 045n20260301 047n20260301 054n

Am 1. September 1999 hat Ralf als Gemeindeleiter seine Arbeit in der Pfarrei St. Stephan aufgenommen und mit seiner Familie das Pfarrhaus bezogen. Mit Elan stürzte sich der 38jährige Theologe und zertifizierte Gestalttherapeut und Bibliodramaleiter in die Aufgabe und initiierte eine Vielzahl neuer Angebote im Bereich der Erwachsenenbildung: Mit Exerzitien im Alltag, Heilfastenkursen, Trauerseminaren, Meditativem Tanzen, den Novembermeditationen, der Begleitung einer Bibelgruppe, der Aufführung der Pessach-Passion im Jahr 2001 und den Musik & Poesie-Abenden (legendär sein Auftritt als Bert Brecht!), zeigte er vielfältige Berührungs- und Begegnungsfacetten zwischen Gott und Mensch auf. Er wirkte in den Baukommissionen für das Pfarreiheim und die Stephanskirche mit, unterrichtete an der Primarschule, feierte Gottesdienste - auch im Altersheim Blumenrain -, begleitete Trauerfamilien, taufte, traute, war Mitglied in Kirchenrat und Synode, einige Jahre verantwortlich für die Ministrant:innen und den Firmkurs, arbeitete bei der Erstkommunionvorbereitung mit und war in all den Jahren als Präses für den Kirchenchor tätig. Sein Engagement für Entwicklungsarbeit fand einen Höhepunkt in der ersten Pfarreireise nach Tansania. Obwohl Ralf sein Teilzeitpensum als Gemeindeleiter bald aufstockte und während 10 Jahren als Spitalseelsorger des Kantonsspitals Laufen wirkte sowie nach dessen Schliessung mit einem 30%-Pensum im Seelsorgeverband Angenstein aktiv wurde, nahm er sich weiter Zeit für ganz besondere Aktionen: So initiierte er 2007 ein eigenes Gebetbuch der Pfarrei, an dem 45 Pfarreiangehörige mitwirkten und konnte 2016 in Zusammenarbeit mit dem Chor und dem Kirchgemeinderat mit dem Oratorium „Über geborgtem Land“ von Raitis Grigalis seinen lange gehegten Wunsch verwirklichen, die von Jacqueline Keune neu und zeitgemäss geschriebene Weihnachtsgeschichte zur Uraufführung zu bringen.
Musik, Poesie und Kunst sind ein wichtiger Teil in seinem Leben und viele erinnern sich sicher gerne an die „Himmelspforte“, als der Pfarrgarten für das 799er Dorffest geöffnet war und bei Kerzenlicht Live-Jazz-Musik erklang. Einen Mittagstisch kannte die Pfarrei schon vor ihm, doch mit Ralfs Idee für den Donnschtigstisch und seiner aktiven Mitarbeit dort wurde ein Neuaufbruch möglich, der bis heute anhält.

Lieber Ralf, Ende Februar 2026 endet nun Deine Amtszeit und Du darfst den wohlverdienten Ruhestand antreten. Für all Dein Wirken, Dein Engagement, Deine Gespräche, Deine biblischen Impulse, Predigten und Gedankenanstösse, Dein Herz für Randständige, Deine Weite im Denken und Dein „Theologie auf Füsse stellen“ sagen wir Dir Danke. Wir wünschen Dir von Herzen Gesundheit, Musse, Zeit für alles, was Du liebst und anhaltende Freude an der Begegnung mit Menschen, Musik, Poesie und dem Gott, den Du in all den Jahren in unserer Pfarrei erlebbar gemacht hast.

Patricia Hacker, Kirchgemeindepräsidentin


«Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer» – Danke, Ralf

26 Jahre lang haben wir zu zweit die Pfarrei St. Stephan geleitet. Mit diesem Satz zitiert Jesus den Propheten Hosea: „Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.“ Er könnte die Überschrift sein für Dein Denken, Reden und Tun. Ich danke Dir dafür, wie wir als Team miteinander auf den Weg waren, loyal und vertrauensvoll für das gleiche Ziel standen. Danke für Deine Grosszügigkeit, Deinen Trost in schwierigen Zeiten, Deine Zuversicht und Zähigkeit. Du hast mir oft den Rücken gestärkt und auch freigehalten, warst immer bereit für die zusätzliche Meile. Du bist der Kollege, der spätabends im Pfarreiheim den letzten Stuhl hochstellt und anderntags pünktlich in der Sakristei steht. Jetzt darfst Du es gemütlicher nehmen, musst nicht mehr täglich in die Agenda schauen oder das geliebte Buch zur Seite legen, weil ein Anruf Dich zum Aufbruch drängt. Ich freue mich sehr für Dich.

Bleib behütet. Deine Elke


Zum Thema